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05.11.2008 JB: alle Jahre wieder :-( Castortransport im November 2008. Grüne: vermutlich über 10000 Atomgegner in Gorleben. Der Widerstand der Atomgegner bz. Atommülltransporte zum Lager in Gorleben ist in den letzten Jahren immer etwas weiter zurück gegangen. Doch nun reicht es offebar. Die Atomgegner - und das ist auch gut so - organisieren sich wieder und so wird es vermutlich dieses Jahr nach einiger Zeit wieder eine sehr grosse Massenveranstaltung gegen Atomkraft geben.

Um was geht es diesmal?

11 dieser castorbehälter mit hochradioaktivem Abfall aus der Wiederaufbereitung in Frankreich werden zwischen dem 08. und dem 10. November in Lüchow-Dannenberg erwartet. Die Grünen sind bereit, und sorgen für eine bundesweite Mobilisierung. Auch einige bekannte Politiker wie z.B. Grünen Vorsitzende Claudia Roth, die Bundestags Fraktionschefin Renate Künast und die Europaabgeordnete Rebecca Harms haben schon Ihre Teilname an den Kundgebungen angekündigt.

Der Fahrplan des Grauens

Am 07.11.2008 wird ca. um 18:30 Uhr in Valognes (Frankreich) der Zug abfahren, der die todbringene Fracht in seinen Castorbehältern hat. Vermutlich Vormittags am 09.11.2008 wird dieser Zug in Lüneburg ankommen. Ab Mo. dem 10.11.2008 wird dann weiter auf der Straße abtransportiert. Das Ziel ist Gorleben, im sog. "Wendland", und zwar im oberirdischen Salzstock, in dem bereits 80 dieser Castorfässer lagern. Gorleben ist ein Ort ca. 100 km südöstlich von Hamburg.

Die fiese Atomlobby

Wir von sonne-24 meinen; es wird höchste Zeit, das dieses Thema mal wieder aktiv in den Vorgrund rückt, nachdem es in der letzen Zeit gehäuft Diskussionen über einen "Ausstieg vom Ausstieg der Atomenergie" gegeben hat. Man muss sich das noch einmal vor Augen halten, welche unglaublichen Unverschämtheiten diskutiert wurden; Die Bundesregierung hat eindeutig beschlossen, dass es einen Ausstieg aus der Kernenergie geben soll. Per Vertrag wurde so ganz klar festgelegt, wie dieser Ausstieg aussehen soll. Und nun kommt die Atomlobby daher und meint, "das dürfe man so nicht machen" und versucht mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln und (fiesen) Tricks das Ruder wieder an sich zu reissen. Und das, obwohl diese Atomlobby doch schon genug Geld verdient hat.

Die Subventionen der Atomkraftwerke

Atomstrom ist schliesslich nicht zum Spaß so billig. Atomkraftwerksbetreiber brauchen nicht für Schäden aufkommen, und werden so vom Staat gesponsert, also subventioniert. Darüber regen sich die Leute offenbar nicht auf, die sich darüber beschweren, das z.B. Photovoltaikanlagen subventioniert werden. Und was ist eigentlich mit den vielen Toten und Totkranken, die für Tschernobyl Ihr Leben gelassen haben, bzw. in schwerer totbringender Krankheit liegen? Sind die alle schon vergessen? Wer kann das wieder gutmachen? Niemand!

Endlich Schluss machen mit Atomkraft

Die Proteste werden auf jeden Fall neuen Schub bekommen. Schon alleine weil es in der letzten Zeit gehäuft Pannen in Atomkraftwerken - überwiegend in Frankreich - gegeben hat. Alles Pannen, die "noch gerade eben" glimpflich abgelaufen sind. Doch was ist, wenn wieder so etwas passiert, wie 1986 in Tschernobyl?

Bild oben; das Ziel ist auch in 2008 wieder Gorleben, doch das ist kein Ziel. Warum wird der Atommüll eigentlich nicht zu den Atomkraftwerksbetreibern nach Hause gebracht ?

Lesen Sie bitte auch den Bericht des vorigen Castortransportes.

Ergänzende Links