Funktionsweise einer Biogasanlage
Bei einer Biogasanlage handelt es sich um die technische Umsetzung eines uralten Prozesses. In einem Vorlagebehälter, welcher z.B. 5 qm Volumen hat, werden verschiedene Rohstoffe regelmässig eingefügt. Bei diesen Rohstoffen handelt es sich heutzutage üblicherweise um folgende;
- Bioabfall
- Gülle
- Fette
- Mais
- Korn
Diese Stoffe werden als nachwachsende Rohstoffe bezeichnet (NawaRo) und comptergesteuert mit einem Schnecken-Vorschubsystem in den Fermenter eingebracht. Dieser Fermenter ist luftdicht abgeschlossen. Durch bakterielle Gär und Fäulnissprozesse entsteht so Biogas, welches aus überwiegend aus Methan besteht (ca. 75%) aber auch aus Kohlendioxid, Stickstoff, Wasserstoff, Ammoniak, Schwefelwasserstoff, und auch aus Sauerstoff und Wasserdampf.
Schauen Sie auf folgende Grafik;
Bild oben; die prinzipielle Funktionsweise einer Biogasanlage. Das gewonnene Gas ist umweltfreundlich brennbar. Dieses Gas wird nun in einem Gasspeicher gesammelt, welcher üblicherweise eine Speicherkapazität von wenigen Stunden hat. Im Normalfall wird aber ständig neues Gas eingepumpt, und Gas entnommen. Ein BHKW (Block Heiz Kraft Werk), erzeugt nun aus dem Gas Wärme und Strom. Wie ein BHKW funktioniert, lesen Sie bitte in diesem Menü nach.
Zusammenfassung der Funktionsweise
Bei einer Biogasanlage wird durch anaeroben Abbau von organischem Material Biogas erzeugt. Beim anaeroben Abbau der Ausgangsstoffe werden zunächst u. a. hoch- molekulare Verbindungen in niedermolekulare Verbindungen zerlegt, sowie Fette zu Fettsäuren und Glycerin hydrolysiert. Bei Biogas handelt es sich um ein mit Wasserdampf gesättigtes Gasgemisch, das auch auf natürlichem Wege - somit genauso in einer Biogasanlage - entsteht. Organische Stoffe werden z.B. in der Natur, z.B. in einem See oder einem Sumpf ebenfalls entsprechend "vergärt" zu Biogas. Dabei wird eine Betriebstemperatur von ca. 35 bis 55 Grad Celsius angewendet. Dieses Biogas hat einen Herzwert von ca. 200 Joule pro m3. Biogas besteht zu ca. 75 % aus Methan, und zu ca. 25 % aus Kohlendioxid. Geringe Mengen anderer Gase und Spuren sind ebenfalls enthalten.
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