Und was ist mit "Legionellose"?
Und was ist mit "Legionellose"?
Was ist "Legionellose", bzw. was sind "Legionellen"? Es handelt sich um erst seit wenigen Jahrzehnten bekannte Bakterien, welche in allen Süßwassern (Flüssen, Pfützen, Teichen, aber auch im Trinkwasser) vorkommen (können). Erst 1976 wurden diese Bakterien bekannt, als sich in Amerika mehrere Veteranen trafen. Anwesend waren insgesamt ca. 4000 Teilnehmer, und gut 200 davon erkrankten an einer rätzelhaften Krankheit, die wie eine Grippe mit Fieber und einer Lungenentzündung einher geht. Über 30 der Erkrankten starben schliesslich.
Wie vermehren sich die Bakterien?
Diese Art der Bakterien werden in aller Regel nur durch einatmen in den menschlichen Körper gelangen. Die Bakterien KÖNNEN sich in sog. stehenden Gewässern (Wasserrohrleitung, welche nicht oder selten benutzt wird) bei bestimmten Temperaturen (ca. 25 bis 45 Grad Celsius) recht stark vermehren. Die Wasserwerke prüfen regelmässig Ihr Wasser auf diese Bakterien, so das von einer Entstehung, bzw. Vermehrung praktisch nur im Haushalt auszugehen ist, und dort auch nur, wenn z.B. Wasserhähne lange nicht benutzt werden. Eine echte Gefahr geht von dieser "Problematik" also in aller Regel nicht aus. Dennoch gilt auch hier; informieren Sie sich und entscheiden Sie selber!
Wie kann man vorsorgen?
Eine niedrige Brauchwassertemperatur ist nur sehr bedingt die Ursache für ein erhöhtes vermehren dieser Bakterien. Vorsorglich KANN man z.B. einmal pro Woche die Brauchwassertemperatur auf Werte um 55 Grad Celsius erhöhen, und nach erreichen auch wieder auf einen herabgesetzten Wert zurück stellen. Da die Infizierung durch Einatmung erfolgt, sollte man zunächst evtl. ein wenig Wasser laufen lassen, ehe man es benutzt.
Alles nicht so dramatisch?
Nach aktuellen Kenntnisstand darf man davon ausgehen, dass in Deutschland praktisch keine Gefahr mehr besteht. Das wird also offenbar alles nicht so heiss gegessen, wie es angerichtet wird, soll heissen; Entwarnung. Damit Sie selber nicht verunsichert sind, sollten Sie ggf. mit Ihrem Wasserwerk und/oder Ihrem Gesundheitsamt Rücksprache halten. Bedenken Sie bitte aber auch, dass viele Aussagen nur Vorsichtsaussagen sind. Beispiel; wenn Sie z.B. Ihrem Heizungsmonteur auf diese Sache hin ansprechen, so wird er "vorsichtshalber" sagen, dass Sie lieber die Temperatur höher stellen sollen. Würde er sagen, Sie können die Temperatur ruhig niedrig stellen, und es würde sich bei Ihnen ein Krankheitsfall ergeben - so unwahrscheinlich das auch sein mag - so könnten Sie möglicherweise den Monteur, bzw. die Firma belangen....
...in diesem Sinne; entscheiden Sie selber, wie Sie verfahren möchten.
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