Der Elektro Mini
Der Mini in einer Elektroversion
17.07.2011 - JB - seit ca. Oktober 2008 ist der BMW Mini-Cooper Elektro-Mini in aller Munde. Doch er fährt praktisch immer noch nicht flächendeckend in Deutschland, und auch nicht in anderen Ländern. Vom Mini, ein BWM Produkt, gibt es offenber verschiedene Versionen, denn zumindest die Daten für Fahrleitung, Ausstattung und Reichweite unterscheiden sich in den verschiedenen Berichten. Hier möchte ich mal das wiedergeben, was ich aufgegriffen habe. Wer Fehler findet, möge sich netterweise bei mir melden, damit ich das hier korrigieren kann. Danke sehr.
Der Test begann in Nov. 2008 in Los Angeles
Im fernen Amerika, genau genommen den Vereinigten Staaten, im Staat Kalifornien liegt die Sonnenstadt Los Angeles. Dort wurden die ersten 500 Mini-E als Leasing angeboten. Mit so einem Test will man Erfahrungen sammeln, die dann in die Serienproduktion einfliessen soll. Doch wann kommen eigentlich wirklich die ersten Elektroautos? Die Hersteller überschlagen sich, und wollen dies und wollen das, doch was kommt wirklich raus? Nicht viel offenbar, denn bisher schicken sich die Hersteller (Autoindustrie) lediglich an, Ihre alten Verbrennerkarren zu verkaufen. Kein Wunder, daran kann man richtig viel Geld verdienen, denn das ist alte, abgeschriebene Technik, die 100 Jahre auf dem Buckel hat.
Die nächste Runde: in München der nächste Test
Ca. seit Juli 2009 gibt es in München einen kleinen Test von 15 Elekro Mini PKWs. Auch dort sollen von den Fahrer Rückmeldungen weiter gegeben werden, um das Fahrzeug zu verbessern und alltagstauglich zu machen.
Auch in Großbritannien läuft ein Test
Ebenfalls ein Test - ich glaube auch seit 2009 - läut in Großbritannien. Schade das diese Dinge immer so geheimnissvoll auflaufen :-(
Die Technik und ein paar Daten
Der Elektromotor hat eine Leistung von ca. 150KW - das ist ne Menge Holz, genau genommen sind das über 200 PS. Das Maximale Drehmoment - entscheidend für den Vortrieb - erreicht die Maschine naturgemäss nur in unteren Drehzahlbereichen, und damit auch in unteren Geschwindigkeitsbereichen. Dennoch werden 220 Nm erreicht, und die Beschleunigung von 0 auf 100 kmh wird auch in unter 9 Sekunden (angeblich 8,5 Sekunden) erreicht. Nicht schlecht. Als Akku wir die bekannte Litium Ionentechnik verwendet. Der Akkupack soll aus über 5000 einzelnen Zellen (angeblich 5088) bestehen, ca. 260 kg wiegen, ca. 35 kWh speichern können, und für eine Reichweite von bis zu 250 km gut sein. Das bedeutet, dass das Fahrzeug nur ca. 1 kWh für ca. 7 km Fahrstrecke benötigt. Das ist ein naturgemäss (weil der Elektromotor einen so hohen Wirkungsgrad hat, im Vergleich zum Verbrennungsmotor) ein guter Wert, denn 1 kWh kostet ja nur ca. 12 Cent. Wie weit können Sie eigentlich mit Ihren "Stinke-PKW" für 12 Cent fahren? Nun, für 12 Cent, da bekommt man nicht mal 0,1 Liter Treifstoff. Damit kommen Sie also 1 bis 2 km weit :-(
Eine interessante Möglichkeit: Stromspeicher
Auch dieser Umstand - er gilt nicht nur für diesen Elektro Mini, sondern für jedes Elektroauto - ist hochinteressant; in diesen Fahrzeugen sind recht große Akkus drin, mit ziemlich viel Speicherkapazität. Wenn wir also die Alternative Energie (PV, also Strom aus Licht, sowie auch Windkraft) weiter voran bringen wollen, dann brauchen wir Speichertechnik. Zukünftig KÖNNTE in jedem privaten Haushalt ein solcher PkW der Speicher im Netz sein. Damit könnte sich theoretisch sogar ein Hauhalt ohne Netzanschluss, alleine mit Photovoltaikmodulen, autark mit Strom versorgen. Wenn das Fahrzeug unterwegs ist, würde ein kleiner, ca. 10kWh Elektrospeicher direkt im Haus (in einem abgeschirmten Technikraum) dann auch Nachts für Strom sorgen.
Sie sehen, liebe Leser. Es geht doch. Man muss nur wollen. Aber wer will schon?
Beste Grüße
Ihr Jürgen Blumenkamp
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